Freitag, 30. August 2024

Mäßigung

Gierig ist,
was mehr als gut ist;
gut sein lassen ist,
was nicht zu viel ist.
 
Maß zu spüren, wird
zur Lebenskunst;
sich ans Göttliche verlieren,
nennt man Leidenschaft.
 
Gottgeneigtes Leben ist:
Lieben, Lachen, Heilen,
sich und was den andern ist,
miteinander Teilen.

Freitag, 9. August 2024

Kaspar Hauser

DASS AfD Lügen auftischt
halb Deutschland sieht das nicht
DASS AfD Anstand verwischt
halb Deutschland empfindet nicht

Ein anderer Schrecken ist möglich

Ein Gott
Kein Staat
Kalifat*innen

Donnerstag, 8. August 2024

Gretchenfrage X1

Ist Kapitalismus bestechlich?
Oder anders gefragt: Kann mensch zur Einsicht gelangen, dass der Glaube an das Geld als ein Ding, dem ein Wert an sich innewohnt, auf einem fundamentalen Denkfehler beruht?

Montag, 5. August 2024

Modell vom 5-fachen Schriftsinn

Ebene 1: Was lese ich?
Ebene 2: Was glaube ich?
Ebene 3: Was glaube ich tun zu sollen?
Ebene 4: Was glaube ich hoffen zu dürfen?
Ebene 5: Was glaube ich empfangen zu haben?

Samstag, 3. August 2024

Antwort an den Buddhisten Brodbeck

Gott ist ein Du in mir.
Ich mit Gott in mir ≠ Ich ohne Gott in mir
Was ist ein "Ich ohne Gott"?
Ohne Gott mag ich "Ich" nicht denken.
Ich denke, fühle, atme durch Gott.
Gott ist die erste Ursache von allem,
nichts würde ohne Gott existieren.
Über die Eigenschaften von "Gott" kann ich nichts sagen,
aber ich kann etwas über Gott in mir sagen:
Gott ist mir logisch-empirisch-sinnliche Wahrnehmung.
Der Satz "Gott ist Fiktion" spricht eine halbe Wahrheit aus.
Die andere Hälfte dieser Wahrheit lautet: "Welt ohne Gott ist Fiktion."

Warum sollte ich glauben, dass Gott Fiktion ist? Als Kind hatte ich einmal kurz den Moment, da dachte ich: Wenn es keinen Gott gibt, der alles zusammenhält, wenn alles nur die Folge eines Zufalls ist, dann könnte alles jederzeit wieder auseinanderfallen und nichts würde mehr existieren. Bei dieser Vorstellung bin ich sehr erschrocken. (War das die existentielle Angst, von der z. B. Kierkegaard oder Heidegger schreiben?). Seit damals ist in mir die Prämisse verankert, dass es einen Gott geben muss. Niemand kann das Gegenteil beweisen. Mein Glaube fußt auf dieser Prämisse. Und dass der gelebte Glaube keine Fiktion ist, ist evident. Eine andere Frage wäre diese: Warum sollte ich glauben, dass Jesus sich geirrt hat?