Donnerstag, 13. Juni 2019
Dienstag, 21. Mai 2019
Politisches Bekenntnis
Ich
bin für einen starken Staat, der das Gewaltmonopol besitzt und in
die Märkte regulierend eingreift. Dieser Staat muss auf den
Prinzipien Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Transparenz aufbauen.
Er sorgt für seine eigene Stabilität durch sozialen Ausgleich und
Gerechtigkeit.
Das alles ist nicht neu. Was fehlt uns eigentlich?
Alles und nichts. »Wir« sind verschieden. Jedem und jeder fehlt etwas anderes, jeder und jede kommt von woanders. Wir haben alles, wenn wir kooperieren.
Warum hat der Mensch Konkurrenten, Gegner oder Feinde?
Der Feind, den wir im Außen sehen, sitzt in uns selbst.
Wer ist der Feind, der in uns sitzt?
Er ist eine Feindin: die Angst. Sie ist die Wurzel des Bösen.
Aber wovor haben wir Angst?
Diese Frage muss jeder und jede für sich selbst beantworten. Dieses tief sitzende Problem ist nur individuell zu lösen.
Wenn unsere Gesellschaften aus angstfreien Individuen bestünden, bräuchten wir dann noch einen starken Staat?
Ja. Die Weltgesellschaft ist mehr als die Summe ihrer Bürger*innen. Der starke Staat schützt die Schwachen und zügelt die Mächtigen.
Das alles ist nicht neu. Was fehlt uns eigentlich?
Alles und nichts. »Wir« sind verschieden. Jedem und jeder fehlt etwas anderes, jeder und jede kommt von woanders. Wir haben alles, wenn wir kooperieren.
Warum hat der Mensch Konkurrenten, Gegner oder Feinde?
Der Feind, den wir im Außen sehen, sitzt in uns selbst.
Wer ist der Feind, der in uns sitzt?
Er ist eine Feindin: die Angst. Sie ist die Wurzel des Bösen.
Aber wovor haben wir Angst?
Diese Frage muss jeder und jede für sich selbst beantworten. Dieses tief sitzende Problem ist nur individuell zu lösen.
Wenn unsere Gesellschaften aus angstfreien Individuen bestünden, bräuchten wir dann noch einen starken Staat?
Ja. Die Weltgesellschaft ist mehr als die Summe ihrer Bürger*innen. Der starke Staat schützt die Schwachen und zügelt die Mächtigen.
Sonntag, 19. Mai 2019
Kanzler Kurz und die Sozialdemokratie
Kanzler Kurz hat erklärt, dass er »ohne Einzelfälle, Zwischenfälle
und sonstigen Skandale« regieren wolle. Mit der SPÖ sei das nicht
möglich, weil diese seinen »politischen Zugang« nicht teile. Ich
frage mich, worin der Skandal besteht, wenn man einen anderen
politischen Zugang hat.
Der Zugang von Kurz: Er wolle »weg von faulen Kompromissen und
politischem Tauschhandel, hin zu klaren und mutigen Entscheidungen«
(zitiert aus der Kurz-Biographie von Paul Ronzheimer), auf der
anderen Seite bietet er - nach dem Rücktritt von Strache - der FPÖ
eine Fortsetzung der Koalition an, wenn diese das Innenministerium
abgibt. Erst nachdem die FPÖ dies ablehnt, kündigt Kurz
Neuwahlen an.
Kurz ist von seinem Zugang überzeugt und will die Macht. Darin sind
alle Politiker*innen gleich. Worin sich sozialdemokratische und
christlich-soziale Parteien unterscheiden, ist die Frage, ob und wie
in den »freien Markt« eingegriffen werden soll. Diese Frage den
Ökonom*innen zu überlassen, ist fahrlässig. Es geht im 21.
Jahrhundert nicht vorrangig um die Effizienz der
Ressourcenallokation, es geht um Menschen, um Umwelt, um
Gerechtigkeit. Warum werfen die Sozialdemokraten den
Christlich-Sozialen nicht die christliche Soziallehre um die Ohren?
Es gäbe klare Statements des Papstes zur Frage der »freien Märkte«.
Samstag, 4. Mai 2019
Vom Anfang
Im Anfang war das Eine. Wir Menschen nennen dieses Eine je
nach Sprache und Zusammenhang entweder »Gott« oder »Seele« oder »Leben«, um nur
einige zu nennen. Für die nun folgende Geschichte habe ich mir für das Eine den
Namen »Opa« ausgedacht.
Opa hatte zwei
Kinder, den Vater Geist und die Mutter Materie. Geist und Materie wiederum
hatten vier Kinder, die Buben Luft und Feuer sowie die Mädchen Wasser und Erde.
Sie waren eine glückliche Familie.
»Und was machen
wir jetzt?«, fragte die Erde in die Runde.
»Was willst du
denn machen?«, fragte die Mutter zurück.
»Ich will
irgendwas spielen!«, rief die Erde vergnügt.
»Na, dann
spielen wir doch Natur«, schlug Opa vor.
»Au ja, super!«,
riefen die Kinder und die Eltern schmunzelten.
»Ich mache ein –
Atom!«, drängte sich die quirlige Erde vor.
»Und was soll
das bitte werden, wenn es fertig ist?«, bemerkte ihr großer Bruder Luft
skeptisch.
»Ein Atom ist –
ein Universum«, erfand seine kleine Schwester schnell.
»Aber es gibt
nur ein Universum«, klärte Luft die kleine Erde auf.
»Na und?«, ließ
sich diese nicht beirren.
Und so entstand das Universum der Atome. Und sie alle, Opa,
Erde, Luft, Wasser, Feuer, Vater Geist und Mutter Materie, wollen nur spielen.
Dienstag, 16. April 2019
Fassungslos
Wäre mein Papa klein wie ich,
dann würd ich ihm was zeigen:
eine dunkelblaue Schachtel
mit schwarzen Steinen drin
Und jeder Stein hätte seine eigene Geschichte
Mein kleiner Papa würde nur da sitzen
Fassungslos,
mit offenem Mund die bunten Geschichten
der schwarzen Steine vernehmend
Er würde fast lachen, nur fast,
denn was da passiert, ist ja im Grunde ernst
Und wenn die Geschichte des letzten Steins
zu Ende erzählt wäre,
würde mein kleiner Papa den Mund zu machen,
kurz hinunter schlucken und sagen:
Glaub ich dir nicht
dann würd ich ihm was zeigen:
eine dunkelblaue Schachtel
mit schwarzen Steinen drin
Und jeder Stein hätte seine eigene Geschichte
Mein kleiner Papa würde nur da sitzen
Fassungslos,
mit offenem Mund die bunten Geschichten
der schwarzen Steine vernehmend
Er würde fast lachen, nur fast,
denn was da passiert, ist ja im Grunde ernst
Und wenn die Geschichte des letzten Steins
zu Ende erzählt wäre,
würde mein kleiner Papa den Mund zu machen,
kurz hinunter schlucken und sagen:
Glaub ich dir nicht
(Mein Vater starb im Dezember 2010. Er wäre heute hundert Jahre alt geworden.)
Samstag, 23. Februar 2019
Des Menschen Wert
Ich
bereue nicht,
welcher ich bin;
habe wenig falsch gemacht,
will einen Berg besteigen und
auf dem Gipfel mächtig stolz sein
Doch mein Weg hat Konkurrenz:
Des Menschen objektiver Wert
steht oder fällt
mit seinem
Werk
Ich habe
Angst zu scheitern,
doch
ich atme,
also lebe ich
Welchen andern Schatz
ersehne ich
noch
neben meiner inniglich
Geliebten?
bereue nicht,
welcher ich bin;
habe wenig falsch gemacht,
will einen Berg besteigen und
auf dem Gipfel mächtig stolz sein
Doch mein Weg hat Konkurrenz:
Des Menschen objektiver Wert
steht oder fällt
mit seinem
Werk
Ich habe
Angst zu scheitern,
doch
ich atme,
also lebe ich
Welchen andern Schatz
ersehne ich
noch
neben meiner inniglich
Geliebten?
Dienstag, 12. Februar 2019
Gebet
Lieber Gott, ich bitte dich, zeige mir den Weg;
ich möchte ihn bewusst und sehend gehen,
ihn gestalten und mich an ihm freuen,
in Frieden mit mir selbst und mit der Welt sein,
leichten Herzens, mit Musik in beiden Ohren,
lachend und mit Zuversicht im Kopf
Doch eher muss ich blind und taumelnd
mich von einem Hindernis zum andern tasten,
hilflos tragen, was mir widerfährt,
trauern, fürchten, zittern, bangen;
eher müssen Menschen hungern,
sich belügen und bekriegen;
eher wird mein Kopf zu schwer,
eher bleiben meine Hände leer
Kann ich lachen,
wenn ich nicht bekomme, was ich will?
Dass ich gerne lebe,
will mein Gott, willst du
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